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Interkulturelles Oratorium nach Georg Friedrich Händels „Messiah“

MessiaSASAmbura – Weite wirkt über Grenzen hinweg

10.09.2019 ǀ Preetz/ Plön 

MessiaSASAmbura ist eine avantgardistische Neuinterpretation des bekannten Werkes von G. F.  Händel, die Verbindung von Gesang, Musik und Tanz. Maximilian Guth schuf seine Komposition 2015/2016, angelegt als interkulturelles Oratorium. Unter dem Motto „Weite wirkt über Grenzen hinweg“ konfrontiert MessiaSASAmbura Elemente der traditionellen afrikanischen Musik – insbesondere der ostafrikanischen – in kritischer Auseinandersetzung mit der christlichen Missionsgeschichte in Afrika. 
Am 21. September 2019 kommt dieses Werk in der Plöner Nikolaikirche um 19.30 Uhr zur Aufführung. Mitwirkende sind das Asambura-Ensemble (Komposition & Künstlerische Leitung: Maximilian Guth), die Kantorei Plön (Chorleitung & Organisation: Henrich Schwerk) und das Tanz-Ensemble von impuls – Schule für Rhythmik und Tanz, Eutin (Choreographie & Organisation: Ulrike Pfeiffer).



Hintergrund

Die Entstehung eines außergewöhnlichen Aufführungskonzeptes
Das Asambura-Ensemble bereiste im Frühjahr 2016 Tansania, um mit den dortigen Musikkulturen und Traditionen, speziell den Chören vor Ort in einen intensiven musikalischen Dialog einzutreten.
Das international besetzte Asambura-Ensemble besteht aus jungen Musikern, deren Wurzeln und die daraus resultierenden unterschiedlichen musikalischen Elemente, mal symbiotisch, mal konfrontativ in der Zusammenarbeit aufeinandertreffen.
Das Ergebnis, ein interkulturelles Oratorium, bietet Zuhörern und Zuschauern einen künstlerischen Ansatz, sich, besonders vor dem Hintergrund einer zunehmend weltweiten politischen Radikalisierung und nicht endenden Migrationsströmen, im Sinne eines echten Dialogs mit anderen Kulturen sowie der eigenen Tradition, kritisch auseinanderzusetzen.
Unter dem Stichwort „Weite wirkt über Grenzen hinweg“ ist Messiasasambura eine kompositorische Neuinterpretation des Messias von Georg Friedrich Händel: Teile von Händels barockem Meisterwerk werden mit Elementen afrikanischer Musik Kulturen verbunden.
Der Begriff „Asambura“ steht für das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen im afrikanischen Raum.

MessiaSASAmbura wurde bereits - zum größten Teil als reines Chorwerk - erfolgreich in einigen deutschen Städten, darunter Minden, Halle (Westfalen), Rheda, Göttingen und – in Auszügen – in Berlin und Hannover aufgeführt.

Für die Aufführung in Plön wurde MessiaSASAmbura um das Element Tanz erweitert, eine gelungene, außergewöhnliche generationsübergreifende kulturelle Interaktion der verschiedenen Kunstformen.
Die Kantorei der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Plön unter der Leitung des KMD Henrich Schwerk hat sich intensiv mit dem Werk auseinandergesetzt und wird es gemeinsam unter der instrumentalen Leitung des Asambura-Ensembles und des Komponisten Maximilian Guth darbieten.
Künstlerisch erweitert wird das Großprojekt durch das Community-Tanzensemble von impuls – Schule für Rhythmik und Tanz aus Eutin unter der Leitung der Choreographin Ulrike Pfeiffer.
14 Laientänzerinnen im Alter von 17-63 Jahren werden die Musik und die inhaltlichen Aspekte des Werkes in Tanzbilder, Choreographien und Tanzimprovisationen umsetzen.
Die Kombination von Komposition und Tanz macht die Musik visuell erlebbar und belebt gleichsam die ursprüngliche afrikanische Tradition, „Kultur“ als Komplex aus Musik, Tanz und Gesang zu betrachten.

Mehr als 90 TeilnehmerInnen werden am Samstag, 21. September 2019 bei der Aufführung des interkulturellen Oratoriums MessiaSASAmbura – Weite wirkt über Grenzen hinweg in der Nikolaikirche in Plön mitwirken.

Eintrittskarten:15 Euro (ermäßigt 10 Euro), erhältlich im Kirchenbüro (Markt 25, Plön) oder an der Abendkasse

Quelle: Pastor Lutz Thiele: 04522/9842/ pastor.thiele@kirche-ploen.de