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Auch die Kanzel von 1614 wurde gestiftet. Wohlhabende Menschen aus Warder und der Umgebung drücken so die Verbundenheit mit ihrer Kirche aus. Eine plattdeutsche Inschrift besagt, Claus Buchwald und seine Ehefrau Adelheid auf Wensin sind die Stifter der Kanzel. 

Die geschnitzten Bilder auf den Kanzelseiten stellen die zentralen Ereignisse im Leben Jesu dar: Verkündigung an Maria, Geburt, der zwölfjährige Jesus im Tempel, Taufe und (auf der verdeckten Wandseite) das Jüngste Gericht.

Wenn Sie nachlesen wollen, welcher Text hinter den Bildern steckt, suchen Sie in der Bibel im Neuen Testament:

Lukas 1, 26; Lukas 2; Lukas 2, 41; Matthäus 3, 13; Matthäus 25, 31

Diese Kanzel stand bis zum großen Kirchenumbau 1957 direkt am mittleren Kirchenbogen. Durch den Umbau wurde sie zunächst links vom Altar aufgestellt bevor sie ihren jetzigen Platz bekam. Der Kanzeldeckel wurde zunächst auf dem Kirchendach zwischengelagert und im Rahmen einer Restauration 1978 wieder aufgehängt.

Die Kanzel ist wegen der zunehmenden Bedeutung der Predigt eine „Erfindung“ der Reformation. Die Predigenden sollen die Bibel verständlich auslegen und die Bedeutung des christlichen Glaubens in der Welt vermitteln. Bis etwa zum 18. Jahrhundert standen allerdings auch die Kanzeln selbst noch im Zeichen der Verkündigung.

Kirche zu Warder

Der Altar

Taufbecken

Orgel

Glocken