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Glocken rufen uns Christinnen und Christen zum Gottesdienst. In der frühen Christenheit übernahmen Posaunen und Trompeten diese Aufgabe.

Im christlichen Bereich tauchen Glocken erst­mals im 6. Jahrhundert  in nordafrikanischen Klöstern auf. Bei uns im Abendland kennt man sie seit dem 9. Jahrhundert. Erst seit dem 13. Jahrhundert wurde es üblich, dass sie in gesonderten Glockentürmen (Kampanile) oder in den Kirch­türmen zum Gottesdienst rufen

Die große Glocke in unserer Kirche gehört zu den ältesten Glocken in der Nordkirche und wird auf den Übergang vom 13. ins 14. Jahrhundert datiert. Auf ihr ist in gotischen Minuskeln der Satz eingeritzt: “hoc scripsit ihannes milderberc” (“dies hat Johannes Mildenberg geschrieben”).

Ob dieser Johannes Mildenberg der Glockengießer war oder, wie der “Atlas der mittelalterlichen Glocken in Schleswig-Holstein” vermutet, ein Ritzzeichner war, der dann auch für den eingeritzten bärtigen Männerkopf auf der Glocke verantwortlich ist, bleibt offen. Diese große Glocke in Warder hat sicherlich schon so manches ein- und ausgeläutet.

Die kleine Glocke ist deutlich jünger. Sie ist 1587 gegossen. Da war Amerika auch noch keine 100 Jahre wiederentdeckt.

Die beiden Glocken aus Bronze sind auf „fis“ und „a“ gestimmt.

Wenn die Glocken über den Wardersee und hinein in die Dörfer läuten,  erinnern sie daran: Unser Leben ist ein Geschenk Gottes.

Kirche zu Warder

Der Altar

Taufbecken

Orgel

Kanzel