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Ökumenische Männergruppe

Eine Gruppe von Männern im Seniorenalter trifft sich monatlich zu unterschiedlichen Unternehmungen:

  • Begegnungen mit Gruppen anderer Konfessionen

  • Besuche von Gottesdiensten anderer christlicher Kirchen, jüdischen und muslimischen Gemeinden

  • Ausflüge mit Besichtigungen von Gotteshäusern, Museen oder Ausstellungen

  • Gesprächsabende

  • Kennenlernen andersartiger Liturgien

Unser Jahresprogramm für 2019 finden Sie hier.

Bei Teilnahmeinteresse melden Sie sich bitte bei Peter Mohr

   

Männergruppe auf Tour

Der erste Ausflug des Jahres führte die durch mehrere Neuzugänge gestärkte ökumenische Männergruppe Wahlstedt/Bad Segeberg am 28. März zu tiefen Wurzeln unseres Glaubens. Auf ökologisch vorbildliche Weise, die Möglichkeit des HVV-Tarifverbundes voll ausschöpfend, erfolgte die Anreise mit Zug und Bus zur ersten Station, dem Dom St. Peter und Paul in Bardowick. Inmitten eines Dorfes steht hier ein großer Kirchenbau. Wie kommt so ein gewaltiges Kirchengebäude in ein solches ländliches Umfeld? Es waren missionsstrategische Überlegungen die zunächst Kaiser Karl den Großen im 8. Jahrhundert zur Errichtung des Vorgängerbaus und später Heinrich der Löwe zum Dombau veranlassten. Das Kirchengebäude spiegelt in seinem Aufbau diese Entwicklung wider. Ein Vorbau im romanischen Stil geht auf die erste Bauzeit im 12. Jahrhundert zurück, an ihn schließt sich das einschiffige gotische Kirchenschiff einer Stiftskirche an, das bis weit nach der Reformation durch einen Lettner getrennt war. Ein unzerstörtes gut erhaltenes Chorgestühl bezeugt eindrucksvoll diese historische Vergangenheit. Geläut, Marienaltar und Taufbecken entstammen alle dieser Zeit der alten Kirche. Nur die gedrungenen Kirchtürme passen nicht so recht zum imposanten Dom. Unser Domführer erklärte es: Der sehr feuchte Baugrund ließ das Gewicht hoher Kirchtürme nicht zu. Auch die Einordung in die Kategorie „Dom“ ist fragwürdig: Die Nutzung der Kirche als Bischofssitz war zwar vorgesehen ist aber nie oder nur kurzfristig vollzogen worden.

Von dieser ersten Reisestation ging es flugs weiter nach Lüneburg zum Kloster Lüne. Nach einem vorzüglichen Mittagessen im Kloster-Café wurden wir von einer kraftvollen Führerin, selbst Konventualin des aktiven evangelischen Damenstifts in eine lang zurückliegende Zeit geführt. Als Benediktinerinnenkloster im Jahr 1157 gegründet, weist es eine ununterbrochene Nutzung durch eine geistliche Gemeinschaft über die Reformationszeit hinweg auf. Da es kaum Zerstörungen in der Vergangenheit gegeben hat, konnte wir eine gut erhaltene Klosteranlage mit Kreuzgang, Klosterkirche und anderen Klostereinrichtungen besichtigen. Voll Ehrfurcht nahmen wir diese Eindrücke mittelalterlichen Wandgemälde, Webstücke und anderen Klostereinrichtungen wie dem Dormitorium in uns auf.

Peter Mohr, Gruppenorganisation