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Ökumenische Männergruppe

Eine Gruppe von Männern im Seniorenalter trifft sich monatlich zu unterschiedlichen Unternehmungen:

  • Begegnungen mit Gruppen anderer Konfessionen

  • Besuche von Gottesdiensten anderer christlicher Kirchen, jüdischen und muslimischen Gemeinden

  • Ausflüge mit Besichtigungen von Gotteshäusern, Museen oder Ausstellungen

  • Gesprächsabende

  • Kennenlernen andersartiger Liturgien

Unser Jahresprogramm für 2019 finden Sie hier.

Bei Teilnahmeinteresse melden Sie sich bitte bei Peter Mohr

   

Besuch des Mariendoms in Hamburg mit der ökumenischen Männergruppe Wahlstedt

Am 25.10.18 machte sich die ökumenische Männergruppe Wahlstedt per Zug auf den Weg nach Hamburg. In einem mehrjährigen Zyklus von Dombesuchen in Norddeutschland besuchte die Gruppe jetzt den St. Marien-Dom, Episkopalkirche des Erzbistums Hamburg. Gegenüber den zuvor besuchten mittelalterlichen Domen in Schleswig, Ratzeburg, Schwerin und Lübeck wurde dieser Dom erst sehr spät errichtet. Das lutherische Hamburg genehmigte erst im späten 19. Jahrhundert den Bau einer katholischen Kirche im Gebiet der freien Reichsstadt.

Die Gruppe wurde von einer kompetenten Führerin, Frau Karina Matussek, vor dem Dom empfangen. Nach einer kurzen Erläuterung zum Bauensemble mit den verschiedenen Einrichtungen auf dem Areal wie Domschule, Altenwohnheim, sozialen Diensten und einer Buchhandlung und nach einer Psalmlesung führte sie uns durch den Dom. Als wenig bekanntem Hintergrund erläuterte Frau Karina Matussek, dass es auch in Hamburg einen alten Mariendom in der Altstadt gegeben hat, der um 1800 abgerissen wurde. Auch der Hamburger Dom als Vergnügungseinrichtung hatte hier seinen ursprünglichen Standort. Den Status einer Bischofskirche erreichte die Kirche aber erst mit der Errichtung des Erzbistums Hamburg im Jahr 1995.

Bei der Führung wurden die byzantinische Gestaltung des Kirchenschiffs, die unterschiedlichen Fenstergestaltungen, der Altarraum, der Tabernakel und das Taufbecken erläutert. Ein besonderes Interesse der Gruppe richtete sich auf das Kolumbarium, das unterhalb des Altarraums in der Krypta angelegt ist. Diese zunehmende Feuerbestattung in einem Schrein mit Grabkammern erlaubt wieder im städtischen Bereich innerhalb einer Kirche bestattet zu werden. Im Hof des Doms traf die Gruppe auf eine Gedenkstätte für die Lübecker Märtyrer, die 1943 von dem Naziregime in Hamburg hingerichtet wurden. Hierzu hatte die Gruppe nach einem voran gegangenen Besuch der Gedenkstätte für die Märtyrer in der Herz-Jesu-Kirche in Lübeck eine tiefe innere Beziehung. Der Besuch klang mit einer Andacht im Dom gehalten von Peter Mohr mit Gesang, der Lesung des Lobgesangs Mariens und mehreren Liedern aus.

Nach einem Mittagessen in einem portugiesischem Restaurant unternahm die Gruppe noch einen Schiffsausflug auf der Elbe in den Museumshafen nach Ovelgönne, wo bei Kaffee und Tee die Eindrücke des Tages ausgetauscht und hinterfragt wurden.

Verantwortlich für den Inhalt: Peter Mohr