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Pastorin Manuela Zschaubitz, geb. Grube

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Manuela Grubes erste Predigt vor der neuen Gemeinde

Nehmt einander in Liebe und Vergebung an

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn war schon häufig Gegenstand einer Predigt. „Da besteht die Gefahr, dass die Leute gleich nach den ersten drei Sätzen einschlafen, weil sie dazu schon alles gehört haben“, sagt Pastorin Manuela Grube. Bei ihrem Einführungsgottesdienst war genau das Gegenteil der Fall.

21. Juni 2015 - Sonntagmorgen, 9.30 Uhr. Die Gemeinde singt „Vertraut den neuen Wegen“. Alle sind auf die erste Predigt der neuen Pastorin gespannt. Den Predigttext lässt sie in einem Rollenspiel durch Holger Neitz, Helga Locklair, Christian Schmidt und Kai Krogmann aus dem Kirchengemeinderat vortragen. Das ist ein guter Einstieg. Aufgeregt wirkt Manuela Grube nicht. Nur dass auf der Kanzel ein Glas Wasser bereit steht, falls die Stimme versagt, das ist neu. Kurz den Blickkontakt zur Gemeinde aufgebaut und los gehts. Alles schon oft genug geübt.  

Manuela Grube ruft dazu auf, einander in Liebe und Vergebung anzunehmen. Gott komme uns entgegen, auch wenn wir Fehler machten. Der Sohn, der beim Vater geblieben sei und der Sohn, der sein Erbteil verprasst habe, beide brauchten den Vater, der sich um sie sorge. Wer aus bestehenden Rollen ausbrechen wolle, für den sei es gut, das zu wissen, sagt sie. Viele Gottesdienstbesucher nicken da zustimmend. Mit gut zehn Minuten Dauer wird die Aufmerksamkeitsgrenze nicht überschritten und keiner schläft ein. Dabei könne sie sich gut auch mal eine längere Predigt vorstellen, hatte Grube dem Kirchengemeinderat gesagt.

Gemeinsam mit dem Propst der Propstei Segeberg, Dr. Daniel Havemann, den Pastorinnen der umliegenden Gemeinden Leezen und Wahlstedt sowie dem Kirchengemeinderat war Manuela Grube zuvor in die voll besetzte Kirche eingezogen. Für die musikalische Begleitung sorgte die Kantorei unter der Leitung von Renate Stahnke. Eine noch sehr junge Pastorin bedeute einen Neuanfang, sagte der Propst. Dabei könnten wir im Glauben immer neu anfangen und seien nicht festgelegt auf das, was wir bisher getan hätten, stellte er den Bezug zur Bibel her: „Frau Grube, so können Sie gar nicht alt werden.“

Bei dem Gottesdienst und dem anschließenden Empfang im Pastoratsgarten waren Bürgermeister, Vertreter der Feuerwehr und der Vereine dabei. Sie machten damit ihre Verbundenheit deutlich. Sogar aus Grubes früherer Gemeinde St. Jakobi in Itzehoe waren Gäste gekommen. Es gab viele gute Wünsche und die nette Geste einer Freundin: Sie überreichte eine Rose als Geschenk.

Kai Krogmann


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Ordination

28. Juni 2015 - eine Woche nach der feierlichen Einführung "unserer" Manuela Grube in das Pastorenamt in unserer Kirchengemeinde stand ein weiterer wichtiger feierlicher Gottesdienst an: Die Ordination.

Die Ordination bedeutet die Einsegnung und Berufung in das Pastorenamt durch unseren Bischof. Es war ein wunderschöner Sommertag, wie gemacht für diesen besonderen Tag. Eine kleine Gruppe aus unseren Dörfern hatte sich dazu auf den Weg gemacht. Im altehrwürdigen Dom zu Schleswig sollten sieben Ordinanden in den Pastorendienst berufen werden. Damit möglichst viele auch von den Vikariatsgemeinden und den zuküntigen Dienstgemeinden teilnehmen konnten, fand dieser Gottesdienst am Nachmittag statt.

Feierlich zogen der Bischof mit den Pastorinnen und Pastoren sowie den Ordinanden mit jeweils zwei Begleitern in den Dom ein. In ihren Augen konnte man die Freude und Spannung auf diesen besonderen Moment erkennen. Wie passend stand die Predigt von Bischof Maagard unter dem Jesus Wort :"Der Friede sei mit Euch". Unter diesem Wort wird unsere Pastorin ja im neuen Pastorat wohnen und arbeiten, sobald es fertig ist. Nach einem Grußwort von Archdiacon Hughes von der Anglikanischen Kirche ging es zu Einsegnung. Für jeden Odinanden sprachen zwei Begleiter ihre Segenswünsche, anschließend segnete Bischoff Margaard sie in den Dienst unserer Nordkirche. Unter den Orgelklängen zogen die frisch Ordinierten anschließend aus dem Dom aus.

Bei Getränken und Schnittchen konnten wir anschließend unserer jetzt ordinierten Manuela Grube alles Gute für Ihren Dienst in unserer Kirchengemeinde wünschen.


Holger Neitz

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Familiäre Veränderungen im Pastorat

"Am 21. Oktober 2016 haben mein Mann Björn und ich standesamtlich geheiratet, was für mich neben der Tatsache, nun verheiratet zu sein, auch bedeutet, einen neuen Namen zu tragen. Wenn Sie nun also etwas von mir hören oder lesen, dann heißt es dort nicht mehr "Pastorin Grube", sondern "Pastorin Zschaubitz". Ich gebe zu, der Name klingt etwas schwierig, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: 'Man gewöhnt sich dran.' Also, ich habe nun zwar einen neuen Namen, aber im Gro0en und Ganzen bin ich doch die Alte geblieben.

Naja, fast. Ich bin ja neben der Ehefrau auch Mutter geworden. Am 30. November 2016 ist unser Sohn Daniel Immanuel zur Welt gekommen und stellt unser Leben seitdem mächtig auf den Kopf. Geichzeitig füllt er es aber auch mit ganz viel Freude.

Am 1. Februar 2017 habe ich mit meinem Mann die Rollen getauscht. Es kümmert sich nun um Immanuel, während ich meinen Dienst in der Kirchengemeinde wieder aufgenommen habe."

Manuela Zschaubitz