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Die Kanzel

Die Kanzel ist - ebenso wie der Altar und der Taufstock - aus westfälischem Naturstein gestaltet.

Der Entwurf für die Kanzelantependien stammt von dem Ehepaar Reck aus Henstedt-Rhen.

Die vier künstlerisch besonders gestalteten Exemplare in der Emmaus-Kirche haben mit ihren gottesdienstlichen, "liturgischen" Farben eine besondere Bedeutung:

Im Kirchenjahr geht es los mit Violett, "als Farbe der Buße und der Bereitung vor den hohen Festen", zu sehen im Advent, in der Passionszeit und am Buß- und Bettag. Da geht es um die Rückbesinnung und Umkehr, um das Abwerfen von Ballast und die Öffnung für Neues.

Weiß als Symbol des Lichtes findet sich an Weihnachten, zu Ostern und bei Christusfesten.

Nur selten zu sehen ist Rot, die Farbe, die für die Kraft, das Feuer des Heiligen Geistes und für das vergossene Blut der Märtyrer anzusehen ist. Dieses Antependium wird zu Pfingsten und bei besonderen Gedenktagen der Kirche, wie beispielsweise der Kirchweihe, verwendet.

Grün ist die Farbe, die am häufigsten anzutreffen ist, denn sie ist vorgesehen für die noch zum Weihnachtsfestkreis gehörende Epiphaniaszeit, für die Sonntage bis Aschermittwoch und dann im Sommer und Herbst für die festarme Trinitatiszeit. Grün deutet auf die Schöpfung, die Natur, auf aufgehende Saat, Wachsen, Entfaltung und Hoffnung hin.

Schwarze Antependien besitzt die Kirchengemeinde Todesfelde nicht. Diese "Nicht-Farbe" als Zeichen der Trauer ist für Karfreitag vorgesehen. In den Kirchen in Todesfelde und Hartenholm bleiben jedoch der Altar und die Kanzel am Karfreitag völlig ohne jeden Schmuck.