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Giebelfenster der Emmaus-Kirche Hartenholm

„Der Eingangsgiebel ist in Glas gestaltet. Fachwerkartige Rahmen tragen die Bleiverglasung. Hauptmotiv des Fensters ist ein thronender Christus. Netzwerk und Fische im unterenTeil des Fensters und alle übrigen Ornamente werden von diesem Christus-Motiv beherrscht. Antik- und Dallglas, pastellfarben im Ton, gelegentlich einige stärkere Farben mit hineingestreut, geben dem Fenster eine eindrucksvolle Gesamtwirkung.“ So stand am 19. März 1963 im Text einer großen Bildseite der Segeberger Zeitung unter dem Titel „Die Kirche in HARTENHOLM steht bereit“ zu lesen.


Der Entwurf für das große Eingangsgiebelfenster, schreibt der damalige Pastor der Kirchengemeinde Todesfelde, Paul-Gerhard Meyns, in der Chronik, stammt von dem Glasmaler Hanno Edelmann, Hamburg-Rahlstedt.


Die Menschen gehen auch ein knappes halbes Jahrhundert später durch das Portal in diesem Giebel in der Emmaus-Kirche ein und aus, gehen durch dieses Bild hindurch.


Sie werden von den Strahlen, die von dem thronenden Christus ausgehen, erfasst. Sie werden von dem Netz – wie die Fische darin – gehalten, aber nicht gefangen, sondern geborgen, ob sie nun zum Gottesdienst in die kleine Kirche hinein oder nach dem Feiern gesegnet aus ihr hinaus gehen. Eine große Symbolkraft liegt in diesem Fensterbild, das – trotz der inzwischen davor stehenden Orgelempore – in abendlichen Stunden, wenn das Licht in der Kirche brennt, am eindrucksvollsten zu betrachten ist und eine einzige Einladung verkündet, in die Geborgenheit dieser Kirche einzutreten.

Giebelfenster der Emmaus-Kirche Hartenholm