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Mit Kindern und Eltern ins Gespräch kommen

Andere Religionen willkommen heißen

19.09.2018 ǀ Plön/Bad Segeberg 

Vor Kurzem haben die Erzieherinnen Andrea Klockenberg aus dem Evangelischen Kindergarten Glindenberg, Bad Segeberg und Marion Witte aus der Kita Regenbogenhaus Plön auf dem Koppelsberg bei Plön ihre Zertifikate für die Theologisch Religionspädagogische Aufbauqualifizierung (TRA) erhalten. Damit sind sie zwei von rund 180 Kita-Mitarbeitenden im Lande, die sich seit dem ersten TRA-Kurs im Jahre 2001 für interreligiöse Arbeit mit Kindern unterschiedlichen Glaubens in Evangelischen Kitas fitgemacht haben.



Beide hatten zuvor bereits an TRG teilgenommen, der Theologisch Religionspädagogischen Grundqualifizierung, wie insgesamt über 1000 Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Schleswig-Holstein. Die eigene religiöse Sprachfähigkeit stärken, damit die Kinder in den Evangelischen Kitas im Lande „mit Gott groß werden“ können, darum geht es schon in TRG. Die Schärfung des eigenen evangelischen Profils ist auch der erste Schritt fürs interreligiöse Miteinander, so das Konzept von TRA, das in drei Seminarwochen zu „Toleranz“, „Dialog und Identität“ und „Öffnung“ auf den Grundkurs aufbaut und diesen vertieft.

Die Langzeitfortbildungen TRG und TRA werden von der Nordkirche gefördert und in Schleswig-Holstein vom Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein e.V. (VEK) durchgeführt.

Ihre eigene christliche Identität spielt für beide Erzieherinnen beim interreligiösen Dialog eine große Rolle, denn, so Andrea Klockenberg, für sie gehöre auch Toleranz zu ihrem christlichen Glaubensverständnis. Besonders spannend an TRA fanden sie die Ausflüge zur Moschee und zur Synagoge während der ersten und der zweiten Seminarwoche.

In den Kitaalltag nehmen sie, „die Öffnung und das Willkommenheißen anderer Religionen“ mit zurück. „TRA hat mir nochmal einen anderen Blick ermöglicht auf Familien mit anderen Religionen“, erklärt Marion Witte. Beide Erzieherinnen möchten mit den Eltern und Kindern und auch mit dem Pastor und der Pastorin dazu „mehr ins Gespräch kommen.“