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Mitmachaktion zur Zukunft der Kirche

Neue Thesen für den Kirchenkreis

Sie freuen sich über die große Resonanz auf die Thesentür-Aktion: Pastor Roland Scheel, Laura Grim, Peter Wiegner, Pastor Karsten Baden-Rühlmann und Pastor Ekkehard Wulf.
17.08.2017 ǀ Warder 

Fast zwei Jahre lang hat der Kirchenkreis Plön-Segeberg anlässlich des Reformationsjubiläums nach Ideen zur Zukunft der Kirche gefragt. Auf einem Nachbau der Wittenberger Schlosskirchentür konnten Mitglieder, Mitarbeiter und Interessierte aus Gemeinden, Diensten und Werken auf 37 Stationen ihre Ideen, Wünsche und Gedanken anheften. Etwa 1400 Zettel wurden nun ausgewertet.



Manche der gemachten Vorschläge sind ganz praktisch, so forderte jemand bequemere Bänke und wärmere Kirchengebäude. Andere wünschten sich Veränderungen im Gemeindeleben – mehr moderne Lieder im Gottesdienst, mehr Angebote für Kinder und Jugendliche und Gottesdienste zu anderen Zeiten. Es gab aber auch ganz grundsätzliche Reformvorschläge:  Etwa die Abschaffung der Kirchensteuer und Einführung freiwilliger Beiträge oder die Einheit der Christen durch Zusammenführung der Konfessionen.

Diese ersten Ergebnisse präsentierten Ideengeber Pastor Roland Scheel (Kirchengemeinde Warder), Peter Wiegner (Präses der Kirchenkreissynode) und Ekkehard Wulf (stellvertretende Propst und Pastor in der Gemeinde Nahe) in Warder. Anschließend verluden sie die 2,50 Meter hohe Thesentür in einen Anhänger für die Tour nach Wittenberg. 

"Ich freue mich, dass sich viele Menschen in den Gemeinden, Diensten und Werken beteiligt haben", sagte Wulf. Sein Kollege Scheel war für die praktische Organisation des Projekts zuständig. Er berichtet von "Riesenaktionen", die es in manchen Gemeinden gegeben habe. Vielerorts sei die Tür in Gottesdienste und  Konfirmandenarbeit eingebunden worden. Für ihn ist es nun das „i-Tüpfelchen“, das die Tür selbst nach Wittenberg kommt. Auch Präses Wiegner ist froh über die große Resonanz. "Mit der Thesentür ist es uns gelungen, mit den Mitgliedern über die Zukunft der Kirche ins Gespräch zu kommen", erklärte er.

Wiegner hat gemeinsam mit Pastor Wolfgang Stahnke (Krankenhausseelsorge) die Thesen aus den einzelnen Stationen ausgewertet. Die Ergebnisse werden in den Gemeinden ausgehängt. Und wenn es nach den Initiatoren der Aktion geht, bilden sie dort die Grundlage für die Entwicklung eines Leitbilds. Das gleiche soll auch auf Kirchenkreis-Ebene geschehen.

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