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09.08.2016

#HereIstand. Martin Luther, die Refromation und die Folgen

...heißt der Titel des weltweit reichenden Ausstellungsangebots ab Ende September 2016. Es wird digital und offline in Form von 30 downloadbaren Postern zu sehen und zu nutzen sein –  in deutsch und in englischer Sprache. 

Infografiken zeigen und erklären Stationen der Reformationsgeschichte und ihre Auswirkungen bis heute. Ausgehend von der Biographie Luthers wird die Lebensumwelt der Menschen vor der Reformation in den Blick genommen. Die Schau richtet den Fokus sodann auf die reformatorische Dynamik nach Luthers Veröffentlichung der Thesen.

Neue Wege beschreitet „#HereIstand“ aber vor allem mit einem Zusatzangebot: Die Ausstellung wird Museumsobjekte enthalten, die sich im 3D-Drucker ausdrucken lassen. Interessenten und Institutionen weltweit steht damit die Möglichkeit offen, kostengünstig eigene Ausstellungen zum Reformationsjubiläum zu realisieren und in der schulischen sowie außerschulischen und kirchlichen Bildungsarbeit einzusetzen.

Bestellmöglichkeiten unter
http://www.ekd.de/aktuell/edi_2016_07_13_hereistand.html
und
http://www.luther2017.de/de/materialien/wanderausstellungen/hereistand-eine-ausstellung-per-mausklick/

In den USA wird die Ausstellungsreihe „Here I Stand“  ab Oktober 2016 an drei Standorten zu sehen sein. Gezeigt werden unter anderem Leihgaben wie ein Brief Luthers an Kaiser Karl V. oder das Gemälde „Gesetz und Gnade“ von Lucas Cranach. Unterstützt wird das Projekt des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle, der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, des Deutschen Historischen Museums und der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha durch das Auswärtige Amt. Knapp 30 Institutionen stehen als Leihgeber Pate.

Mehr unter:http://www.here-i-stand.com/de

19.04.2016

Wem hat Luther aufs Maul geschaut?

Luthers Einfluss auf die Sprache beschreibt Sprachforscher Hartmut Günther in einem Interview.Hier geht es zum Interview: http://www.luther2017.de/de/reformation/und-gesellschaft/deutsche-sprache/wem-hat-luther-aufs-maul-geschaut-luthers-einfluss-auf-die-sprache/.

17.03.2016

Evangelische und katholische Bischöfe im Norden setzen Impuls und laden ein

500 Jahre Reformation – ökumenisch begehen 

Hamburg/Schwerin (cme). Die evangelische und die katholische Kirche in Deutschland blicken im kommenden Jahr auf 500 Jahre Reformation: Das Ereignis soll als ein gemeinsames Christusfest von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz gewürdigt werden, unter anderem ist ein zentraler Versöhnungsgottesdienst zum Thema „Healing of memories“ in Hildesheim am 11. März 2017 vorgesehen. Ökumenische Akzente mit besonderen Veranstaltungen im Norden wollen ebenso die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) und das Erzbistum Hamburg setzen.

„Im Bewusstsein dessen, was uns trennt, schauen wir dankbar auf die gewachsene Ökumene in unseren Gemeinden“, heißt es in einem u.a. von Landesbischof Gerhard Ulrich (Nordkirche) und Erzbischof Dr. Stefan Heße (Erzbistum Hamburg) unterzeichneten Schreiben an alle Kirchengemeinden und Pfarrämter. So soll 2017 „an vielen Orten das Lob Gottes erklingen und gemeinsames Beten die Beziehung zu Christus und untereinander vertiefen“. Zugleich wird daran erinnert, dass vielerorts bereits ökumenische Kreuzwege gegangen und der Pfingstmontag sich als Zeitpunkt für ökumenische Gottesdienste etabliert habe. Anknüpfend an diese Traditionen werden die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg zu besonderen Gottesdiensten und Begegnungen einladen. Wunsch der Bischöfe ist es, dass dieser geistliche Weg die evangelischen und katholischen Christen „tiefer zusammenführen und stärken möge, Christus gemeinsam zu bezeugen“.
So wird am Vorabend des 1. Advent, 26. November 2016, ein ökumenischer Gottesdienst („Hoffnung für die Welt“) im Dom zu Schleswig gefeiert. Zum Ökumenischen Kreuzweg am Karfreitag, 14. April 2017, wird nach Lübeck eingeladen. Zudem wird am Ostermontag, 17. April 2017, eine gemeinsame Vesper im katholischen St. Marien-Dom (Hamburg) zum Thema „Versöhnt zu neuem Leben“ gefeiert. Am Pfingstmontag, 5. Juni 2017, ist Schwerin zentraler Ort für einen ökumenischen Gottesdienst („Gemeinsam die Stimme erheben“). Darüber hinaus werden sich die evangelischen und katholischen Bischöfe aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern im Advent 2016 mit einem gemeinsamen Bischofswort zu 500 Jahren Reformation an Gemeinden und Öffentlichkeit wenden.

 Rückfragen:Frank Zabel, Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche),Tel.: 040 / 369002-22, Mobil: 0151 / 4671 4818, E-Mail: frank.zabelpresse.nordkirche.de;

25.02.2016

Nordkirchenschiff besucht Kirchenkreise zum Reformationsjubiläum

Lübeck-Travemünde (rd). Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) begeht das Reformationsjubiläum 2017 mit einer Schiffstour zu ihren Kirchenkreisen. Mit einem Dreimast-Segler führt die Reise vom 29. Juni bis 29. Juli 2017 entlang der Ost- und Nordseeküste von Stralsund bis nach Hamburg. Als einzige Landeskirche Deutschlands kann die Nordkirche alle ihre 13 Kirchenkreise auf dem Wasserweg erreichen. Heute (25. Februar) wurde das Projekt am Rande der Tagung der Landessynode in Lübeck-Travemünde vorgestellt.

Stralsund, Wismar, Lübeck, Neustadt (Holstein), Laboe, Eckernförde, Flensburg, Kiel, Helgoland, Husum, Büsum, Glückstadt und Hamburg sind die Stationen, die das Nordkirchenschiff anlaufen wird. Ein Stopp in Sonderborg (Dänemark) bei den Nordschleswigschen Gemeinden ist ebenfalls geplant.
Flyer mit Route und Terminen

Positionsbestimmung von Zivilgesellschaft und Kirche

In den Hafenorten feiern die Kirchenkreise 500 Jahre Reformation mit Gottesdiensten und viel Musik, Angeboten für Familien und Kinder, mit Band-Contests und Talkrunden zu aktuellen Themen. Wie auf jeder Schiffsreise geht es auch bei der Tour des Nordkirchenschiffes um Positionsbestimmung: Wo stehen wir? Welche Bedeutung haben unsere reformatorischen Wurzeln für unser Zusammenleben? Welche Themen bewegen uns heute in der Zivilgesellschaft und in der Kirche?

Der Vorsitzende der Steuerungsgruppe für das Reformationsjubiläum, Bischof Gothart Magaard (Sprengel Schleswig und Holstein), freut sich auf das Projekt und die vielen Aktionen in den Häfen: „Ich bin begeistert, dass alle Kirchenkreise sich hier engagieren und das ‚Nordkirchenschiff‘ bei sich willkommen heißen wollen. Ich bin gespannt auf das Programm in den verschiedenen Hafenstädten. Diese Reise wird uns in der Nordkirche miteinander verbinden und die Gemeinschaft mit den ökumenischen Brüdern und Schwestern stärken. Schon Martin Luther sagte in einer seiner Tischreden: ‚Unser Leben ist gleich wie eine Schifffahrt. Weil aber das Schiff, in dem wir geführt werden, schwach ist und äußerst gefährliche Winde und Stürme gegen uns anlaufen, so ist leicht einzusehen, dass wir bedürfen eines sehr weisen Steuermannes. Dieser unser Steuermann ist allein Gott, der das Schiff nicht nur erhalten will, sondern auch kann, so dass es, gleichwohl sicher und unversehrt in den Hafen kommen möge‘.

Das Projekt wird verantwortet vom Amt für Öffentlichkeitsdienst und der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Nordkirche.