nach oben

Qualitätsmanagement

Nach jahrelanger Entwicklung hat nun jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin in der Einrichtung Zugang zu diesem Handbuch. Für das Gütesiegel arbeitete die Kita (mit vielen anderen im Kirchenkreis) mit einem anerkannten Qualitätsmanagement-Verfahren und unterzog sich am Ende einem Audit durch eine fachliche Prüferin.
Im Rahmen eines kleinen und feinen Empfangs im Schöneberger Gemeindehaus wurden das bestandene Audit und die Überreichung des Gütesiegels gefeiert. Gratulationen nahmen Linda Fischer (Kita-Leitung) und ihr Team freudestrahlend entgegen. Mit viel Beharrlichkeit, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein habe sich die Kita an die Konzeptionsentwicklung herangewagt, betonte Propst Matthias Petersen und gratulierte zu dem Erfolg. Sich auf Bildungsarbeit von Beginn an einzulassen, erfordere Mut, sagte Petersen. Bildungsarbeit löse die bloße Betreuung ab. Er hoffe nun auf die Anstrengung von politischer Seite, denn es sei nicht einzusehen, dass Bildung für bis sechs Jahre alte Kinder nicht kostenfrei zu haben ist. Mit Humor und dem Quäntchen Selbstironie gestand Pastor Gerhard Sabrowski, dass er das Ansinnen der Kita-Fachberaterin Regina Ocvirk, ein Qualitätshandbuch mit den Kitas im Kirchenkreis erstellen zu wollen, zunächst nicht verstanden hätte.  „Jeder und jede arbeitet doch schon so gut, er/sie kann“, beschrieb Sabrowski seinen Eindruck. Ihm sei nun jedoch „aufgegangen, dass es gut ist, nachzuschlagen.“ Das Team habe einen großen Sprung gemacht, bestätigte Sabrowski.
Dort, im Handbuch, haben Kita-Leitung und Team relevante Handlungsfelder im Kita-Alltag nach einem bundesweit anerkannten Qualitätsmanagment - Verfahren für alle Beteiligten gesichert. Das Gütesiegel bringt es in Kürze auf einen Nenner: „Dies ist eine ausgezeichnete Kindertageseinrichtung!“ Anerkennung und Lob brachten auch der neue Bürgermeister Dirk Osbahr und der ehemalige Bürgermeister und Bürgervorsteher Wilfried Zurstraßen zum Ausdruck. Kita-Leiterin Linda Fischer erzählte heiter und gelöst, dass das Audit „prima gelaufen“ sei. Fischer erzählte außerdem: „Im Vorwege haben wir mit den Kindern besprochen, was ein Siegel, eine Urkunde ist und dann die Kinder gefragt: Wofür bekommen wir von Euch eine Urkunde ein Siegel? Was macht ihr im Kindergarten besonders gerne?
Das Siegel haben wir in DIN A3 Format auf das Papier geklebt und die Aussagen der Kinder daneben. Während des Gottesdienstes anlässlich der Verleihung des Gütesiegels erzählten die Kinder davon  und versahen  ihre Aussagen selber mit einem Siegel. Pastor Sabrowski erzählte den Kindern, dass  Menschen ebenfalls durch einen erteilten Segen gesiegelt werden können. Wir haben den Kindern mit Wasser ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet und gesagt: Paul, ich segne dich mit dem Zeichen des Kreuzes. Alle 64 Kinder waren nach vorne gekommen“, freute sich Fischer über die Beteiligung der Jungen und Mädchen. Fotos und Plakate sind für Eltern, Angehörige und Besucherinnen sichtbar in der Kita ausgestellt.
„Viele evangelische Kitas haben sich mit Qualitätsmanagement auf den Weg gemacht und sind hier gut davor“, erklärte VEK-Geschäftsführer Markus Potten während der Verleihung. „Die ausgezeichneten Kitas, die das Gütesiegel erhalten, haben dabei eine Vorreiterrolle.“ Die Kita Tausendfüßler in der Kirchengemeinde Schönberg gehört beispielgebend dazu.
 
Das QM-Verfahren des VEK verknüpft das noch relativ junge Bundesrahmen-handbuch der BETA mit einem Zielekatalog, der vor zwölf Jahren für die Nordelbischen Kitas entwickelt wurde. Im Bundesrahmenhandbuch sind für bundesweit ca. 9.000 evangelische Kindertageseinrichtungen relevante Qualitäts-entwicklungsprozesse festgelegt, die sich an der Lebenswelt der Einrichtungen orientieren. Der Zielekatalog hat die QM-Philosophie des ‚Kronberger Kreises‘ aufgegriffen: „Qualität im Dialog entwickeln“. Den pädagogischen Standards wurden religionspädagogische und kirchenbezogene Aspekte hinzugefügt, um das evangelische Profil der Kita zu schärfen.
Verschiedene gesetzliche Grundlagen auf Bundesebene fordern Qualitäts-entwicklung bereits ein, so beim Kinderschutz und beim Ausbau der Krippenplätze (Bundeskinderschutzgesetz bzw. Tagesbetreuungsausbaugesetz).