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Neues Projekt im Kreis Plön hilft beim Energie – und Geldsparen

Jens Thede, Magda Lange, Gesa Nickel, Petra Rink und Alexander Baumgärtner stellten das neue Projekt im Haus der Diakonie Preetz vor.
8.8.2017 ǀ Preetz 

Stromsparhelfer ermitteln Einsparpotentiale in einkommensschwachen Haushalten und bieten kostenlos praktische Hilfen.

Auf das bundesweite Projekt Stromspar-Check-Kommunal hatte Magda Lange die Diakonie aufmerksam gemacht. Lange engagiert sich seit vielen Jahren in Kirche und Diakonie. Die von ihr vorgetragene Idee stieß bei Petra Rink auf offene Ohren, da das Projekt einerseits langzeitarbeitslosen Menschen zu einer Fortbildung und einem neuen Job verhilft und andererseits einkommensschwachen Haushalten dabei hilft, Energieeinsparpotentiale zu finden.



Anfang des Jahres stellte Petra Rink das Projekt Gesa Nickel vom Jobcenter vor, die einige ihrer Kunden für das Projekt begeistern konnte.

Drei Festangestellte und vier 1-Euro-Jobber sind mit Projektstart am 1. Juli 2017 beteiligt, sagte Nickel im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs am vergangenen Mittwoch im Haus der Diakonie. Alle Beteiligten qualifizierten sich im Rahmen einer Fortbildung zu Stromsparhelfern.

Ab sofort können sich Haushalte im Kreis Plön, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind, zu einem Stromspar-Check anmelden. 
Zu zweit besuchen dann im ersten Schritt die Stromsparhelfer den Haushalt, in dem sie  Wasser-und Stromverbrauch messen und das Verbrauchsverhalten analysieren, erklärte Projektleiter Jens Thede die Verfahrensweise. Anschließend kommen die gesammelten Daten zur Auswertung in eine Datenbank, um das Energiesparpotential zu ermitteln.

Im nächsten Schritt gibt es bei einem zweiten Besuch Soforthilfen für die Haushalte. So installieren die Berater kostenlos und nach Bedarf LED-Lampen, schaltbare Steckdosenleisten, Durchflussbegrenzer in den Wasserhähnen, Wasser sparende Duschköpfe, Zeitschaltuhren oder Raumthermometer. Das Bundesumweltministerium unterstützt diese Sofortmaßnahmen mit bis zu 70 Euro pro Haushalt.
Zusätzlich werden praktische Tipps gegeben, wie Haushalte ohne bauliche Veränderungen Energiekosten einsparen können.
„Bis zu 75 Prozent der Einsparung werden durch die Beratung erzielt“, sagte Thede.

Nach circa einem Jahr folgt ein weiterer Besuch, an dem die Beraterteams das Ergebnis ihrer Beratung überprüfen.
Mit im Boot sind die Plöner Stadtwerke, die als Motivation für ihre Kunden eine Zwischenbilanz zum Verbrauch bereits nach zwei bis drei Monaten anbieten, „damit man zeitnah verfolgen kann, wie groß die Ersparnis bereits ist“ erklärte Geschäftsführer Alexander Baumgärtner.

Ein weiterer Anreiz für einkommensschwache Haushalte ist ein Gutschein in Höhe von 150 Euro vom Bund, sobald ein altes Gerät, beispielsweise ein „energiefressender“ Kühlschrank, gegen ein neues ausgetauscht wird. Voraussetzung für den Gutschein ist die Einsparung von 200 Kilowattstunden pro Jahr, dass das neue Gerät mit A+++ ausgezeichnet ist und der Nachweis über eine sachgerechte Entsorgung.

Bei Interesse an einem Stromspar-Check melden sich Haushalte unter www.stromspar-check.de
oder telefonisch unter 04342-85 81 79 an.

 

Aus der Broschüre stromspar-check.de des BMUB:„Seit Beginn des Stromspar-Checks 2008 haben bundesweit mehr als 250.000 Haushalte an dieser Energiesparberatung teilgenommen. So konnten der Umwelt mehr als 440.000 Tonnen CO2 – Emissionen erspart werden. Jeder Haushalt sorgt damit für eine jährliche CO2 Reduktion von ca. 280 kg.“


Micaela Morgenthum