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Ökumenische Männergruppe

Eine Gruppe von Männern im Seniorenalter trifft sich monatlich zu unterschiedlichen Unternehmungen:

  • Begegnungen mit Gruppen anderer Konfessionen

  • Besuche von Gottesdiensten anderer christlicher Kirchen, jüdischen und muslimischen Gemeinden

  • Ausflüge mit Besichtigungen von Gotteshäusern, Museen oder Ausstellungen

  • Gesprächsabende

  • Kennenlernen andersartiger Liturgien

Bei Teilnahmeinteresse melden Sie sich bitte bei:

Pastor Alf Kristoffersen oder Peter Mohr

Bericht über die Andacht der ökumenischen Männergruppe zum Johannistag am Donnerstag, 21. Juni 2018

Etwas vorgezogen am Mittsommertag mit dem höchsten Sonnenstand hatte die ökumenische Männergruppe zum Johannestag in Wahlstedt eingeladen. Nach wochenlanger Trockenheit verhinderte der langersehnte Regen die Andacht im Bibelgarten. Die Verlegung der Andacht in der Christuskirche gestattete aber eine sehr nahe Gemeinschaft der Andachtsbesucher um das Taufbecken. So geriet der Bezug der Taufe und zu Johannes, dem Täufer, sehr passend in den Blickpunkt.

Die diesjährige Johannesandacht gestaltete die ökumenische Männergruppe als Schöpfungsfest. Die Anrufung des Heiligen Geistes als Lebensspender der gesamten Schöpfung stand am Anfang der Liturgie, die von Peter Mohr geleitet wurde. Alttestamentarische Lesungen aus den Büchern der Propheten und Psalmen, von verschiedenen Männern vorgetragen, stellten Bezüge zur wunderbaren Schöpfung her. Altpastor Henning Steinberg stellte die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus in den Mittelpunkt seiner Ansprache mit einem Appel zur Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Erde. Jedes Lebewesen hat einen Wert und eine Bedeutung, die sich aus einem Liebesplan Gottes speist. Die gesamte Schöpfung ist ein Geschenk Gottes, die durch die Liebe erleuchtet wird und uns zu einer allumfassenden Gemeinschaft zusammenruft. Ein Zitat aus dem Buch der Weisheit: „Du liebst alles, was ist, und verabscheust nichts von allem, was du gemacht hast; denn hättest du etwas gehasst, so hättest du es nicht geschaffen“ (Kap. 11, Vers 24) verdeutlicht diesen Liebesbezug.

Pastor Steinberg kritisierte dann die von uns Menschen verursachte massive Veränderung der Lebensräume, den ungehemmten Konsum und die Umweltverschmutzung, die den Klimawandel und zur Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) bewirken. So mahnt Papst Franziskus: „Jedes Jahr verschwinden Tausende Pflanzen- und Tierarten, die wir nicht mehr kennen können, die unsere Kinder nicht mehr sehen können, verloren für immer. Die weitaus größte Mehrheit stirbt aus Gründen aus, die mit irgendeinem menschlichen Tun zusammenhängen. Unseretwegen können bereits Tausende Arten nicht mehr mit ihrer Existenz Gott verherrlichen, noch uns ihre Botschaft vermitteln. Dazu haben wir kein Recht.“

Die Feier des Schöpfungstages im kirchlichen Bereich möchte uns dafür sensibilisieren, den Schutz aller Mitgeschöpfe im Bewusstsein und der alltäglichen Praxis auch von Kirchengemeinden besser zu verankern. „Alte Bräuche wie die Kräuterweihe oder die durch das Werk der Heiligen Hildegard von Bingen tradierte Anlage eines Kräutergartens laden ein, im kirchlichen Umfeld einen Teil des Gartens unbebaut zu lassen, damit dort die wilden Kräuter wachsen und die, welche sie bewundern, ihren Blick zu Gott, dem Schöpfer solcher Schönheit erheben können“ lautet hier die Aufforderung des Papstes. So mag das Staunen über die Schöpfung und unser Leben in ihrer Mitte unserem Gottvertrauen eine innere Gewissheit geben.

Den bewegenden Predigtworten folgten Fürbitten mit der Anrufung Gottes um seine Hilfe zu unserer Umkehr und Unterstützung unser Gaben des Maßhaltens, der Beharrlichkeit, Gastlichkeit und Freude und zur Abwendung eines Lebensstils des alleinigen Eigennutzes, wieder vorgetragen durch verschiedene Männer. Die Andacht wurde durch Lieder, die Trompeten des Wahlstedter Posaunenchors begleiteten, die die Natur und die Schöpfung in den Mittelpunkt stellten, bereichert. Mit einem irischen Segen, der die zarte Wirkung der Natur auf uns Menschen herbeiwünschte, schloss die Andacht.

Nach der Andacht ging die Gemeinde noch in den Bibelgarten und freute sich über die üppig wachsenden und blühenden Pflanzen.

Für den Inhalt: Peter Mohr