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Michaeliskirche Ascheberg

Liebe Kirchenbesucherinnen und –besucher!

Herzlich willkommen in der Michaeliskirche zu Ascheberg. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und lassen sich einiges Wissenswertes über diese Kirche erzählen.

Unsere Kirche wurde am 26. September 1954 am Erntedankfest eingeweiht. Der Grund und Boden zum Bau der Kirche wurde der Kirchengemeinde von Graf Brockdorff-Ahlefeldt geschenkt. Das Gotteshaus wurde vom Kieler Architekten Otto Schnittger erbaut.

Die Kirche hat keinen Turm, sondern einen Glockenstuhl, in dem sich drei Glocken befinden. Sie sind auf die Töne gis, h und cis gestimmt. Die zweite und dritte Glocke wurden am 18. April 1963 im Gottesdienst eingeweiht. Sie tragen die Inschriften: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden“ und „O Land, Land höre des Hern Wort“.

Über dem Eingang der Kirche, einer schlichten, breiten, mit Kupfer beschlagenen Tür, ist eine Rosette angebracht. Sie zeigt ein schlankes Kreuz vor der aufgehenden Sonne. Der Grundriss des Gotteshauses zeigt die Form eines „T“ - dem Langschiff ist ein Querschiff angefügt. Etwa 320 Besucher finden in unserer Kirche Platz. Die Holzdecke des Kirchenraumes ist leicht gewölbt, in Wellenlinien an- und absteigend. Die schmalen Kiefernleisten zeigen ihre Naturfarbe.

Im Zusammentreffen von Lang- und Querschiff liegt der Altarraum, der mit Solnhofer Schiefer ausgelegt ist. In der Mitte befindet sich der Altar, ein schräger Steinsockel, auf dem eine überstehende Steinplatte liegt. Links des Altars steht das Taufbecken aus Stein fest im Boden verankert.

Die Kanzel befand sich ursprünglich zwischen Altar und Fensterwand. Sie ist ebenfalls aus Stein. Damit der Prediger mehr Kontakt zur Gemeinde hat, wurde sie nach rechts vorne versetzt.

Über dem Altar befindet sich eine Lichtkuppel. In einem weiten Kreisrund sind kleine, runde Glaskörper in großer Zahl vereinigt. Durch sie dringt das Tageslicht oder bei Dunkelheit - am Abend - die künstliche Beleuchtung, die ihr Licht zugleich auch nach oben in den Glockenstuhl hineinstrahlt.

Hinter dem Altar befindet sich ein großes Fenster. Es zeigt das Gleichnis aus dem Matthäusevangelium 13,47: „Das Himmelreich ist gleich einem Netz, das ins Meer geworfen wird.“ Man sieht die schwimmenden Fische, die Strömung und die Wellen, die Maschen und Fäden der Netze.

Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Es ist mitten unter uns. Gottes Reich kommt zu uns in Brot und Wein, in der Taufe, in seinem Wort. Und es ist erfahrbar in einem Netz guter Beziehungen, das die Menschen trägt und hält.

Vier kleine bunte Fenster mit den Motiven: Kelch und Ähre, Fisch, Hahn und Lamm befinden sich rechts und links des Haupteinganges.

Die Orgel wurde 1955 von Orgelbaumeister Tolle in Preetz gebaut. Die Kosten sind seinerzeit vorwiegend aus Spenden der Gemeindemitglieder aufgebracht worden. Die Orgel besteht aus drei Werken, dem Haupt- und Oberwerk und dem Pedal, auf dem die insgesamt 15 Register verteilt sind. Insgesamt können 753 Pfeifen gespielt werden. 1967 wurde von der Hamburger Firma Beckerath eine neue Orgel unter Berücksichtigung der alten Anlage sowie unter Verwendung des alten Pfeifenstandes gebaut.

Der vorne rechts an der Wand hängende Kruzifixus wurde 1961 erworben. Der Künstler Fritz Fleer aus Hamburg hat ihn erschaffen.

Die schmiedeeiserne Lutherrose an der Orgelempore weist daraufhin, dass Sie sich in einer evangelisch-lutherischen Kirche befinden.

Im Juni 2006 konnte der Wunsch nach einer „Offenen Kirche“ verwirklicht werden, sodass alle, die es wünschen, auch außerhalb der Gottesdienstzeiten unsere Kirche besuchen können - in aller Stille, um innerlich zur Ruhe zu kommen, um zu beten oder um über einen Bibeltext nachzudenken. Rechts hinter dem Altar, an einem „Ort der Stille“, haben wir hierzu Texte für Sie ausgelegt. Dort brennt eine Kerze, an der auch Sie ein Licht entzünden dürfen.