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Kirchenkreissynode

Die Kirchenkreissynode ist das Leitungsorgan des Kirchenkreises, das dessen Haushalt und die inhaltliche Arbeit der Dienste und Werke berät und beschließt. Die Synode setzt sich zusammen aus 88 gewählten und berufenen Mitgliedern aus den Gemeinden, den Mitarbeitern und der Pastorenschaft nach einem bestimmten Schlüssel, um die „Glieder am Leib Christi“, wie der Apostel Paulus es beschreibt, gemeinsam beraten zu lassen. Die Synode tagt halbjährlich abwechselnd in Preetz und in Bad Segeberg. Ihr Vorsitzender heißt Präses und wird unterstützt durch das Präsidium. Zwischen den Tagungen führt der Kirchenkreisrat die Geschäfte.

Dr. Mathias Nebendahl (Stellv.), Christine Böttger (Stellv.), Peter Wiegner, Präses

28.01.2016

Termine, Synodenunterlagen, Berichte

Die Termine der Synoden

  • Mittwoch, 27. Januar Haushaltssynode in Bad Segeberg
  • Mittwoch, 13. April 2016 18 Uhr Sondersynode in Preetz
  • Mittwoch, 13. Juli 2016 in Preetz ab 17.30 Uhr
  • Mittwoch,   9. November 2016  Bad Segeberg  18 Uhr
  • Mittwoch, 25.1. 2017 17 Uhr  ?
  • Sonnabend, 20. Mai 2017 ?

 

 

Die Tagesordnung der Synode vom 27. Januar 2016 finden Sie hier

Die Tagesordnung der Synode vom 13. April 2016 finden Sie hier

28.01.2016

Synode stimmt Flüchtlingshilfe-Fonds zu

Synode stimmt über Hilfsprojekt ab „Care-Pakete für syrische Flüchtlingsfamilien in Irbid“; W.St

Die Haushaltssynode des Kirchenkreises-Plön Segeberg beschloss am 27.1. mit den 63 von 88 anwesenden Mitgliedern die Einrichtung zweier Fonds zur Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Gemeinden und zur Hilfe von syrischen FlüchtIingsfamilien in Jordanien. Sie hofft damit auch den Fluchtursachen zu begegnen, indem es Familien ermöglicht werden soll in der Nähe ihres Herkunftslandes die Zeit auf politische Veränderung abzuwarten.

Projekt I
Propst Faehling, der den ersten Hilfsfonds einbrachte, erinnerte daran, dass zwar „nach Darstellung in einigen Medien angeblich Ressentiments gegen Flüchtlinge in der Bevölkerung wüchsen, sich gleichzeitig aber allerorten Menschen fänden, die Flüchtlinge unterstützen und dass die Willkommenskultur keineswegs „kippe“. „Mir begegnet ganz viel positive Erfahrung und Bereitschaft von Menschen sich einzusetzen.“ Es sei die dritte große Flüchtlingsbewegung seit 1989, zum ersten Mal aber gäbe es eine so große Bereitschaft, sich für eine sofortige Integration durch Sprach- und Kulturschulung zu engagieren, unabhängig davon, ob die Menschen blieben oder nicht,  so Faehling weiter.

Kirchenkreisrat und Finanzausschuss empfahlen der Synode  die Errichtung des Hilfsfonds „nach innen“, wie der Propst der Propstei Plön es formulierte, in Höhe von 50.000 Euro. Damit nähmen sie auch ernst die Beratungen aus der diakonischen Konferenz und der Themensynode über Flüchtlinge im Herbst 2015.

Fünf Bereiche gemeindlicher Flüchtlingsarbeit sollen dadurch gefördert werden: Zum einen soll dabei geholfen werden Begegnungsräume für die Flüchtlingsarbeit zu schaffen. Etwa Räume, wo Jugendliche aus der Gemeinde und Flüchtlinge sich zum Spielen treffen, u.v.a. mehr.  Dann sollen die Ehrenamtlichen gestärkt werden durch Fortbildungsangebote, durch Austauschmöglichkeit, durch Entspannung und Feiern. Als drittes Ziel wurde die vorübergehende Beschaffung von Wohnraum genannt in Fällen, in denen schnelle Hilfe notwendig sei. Der vierte Zweck sei Finanzierungsmöglichkeit von Rechtshilfe  etwa um Handy-Knebelverträge zu kündigen. In Einzelfällen soll auch bei Härtefällen Geld zur Verfügung stehen.


Die förderfähigen Maßnahmen werden mit 60% bezuschusst. Der Höchstbetrag der förderfähigen Kosten wird auf 5000 Euro festgelegt, so dass sich ein maximaler Zuschuss von 3000 €  je Maßnahme ergibt. Über die Vergabe entscheidet ein eigenes Gremium aus Synode, Gemeinde, Diakonie und Bildungswerk.

Die Synode war offenbar so gut mit den angesprochenen Themen vertraut, dass sich keinerlei Diskussionsbedarf über den Antrag zeigte und einstimmig votiert wurde.

Projekt II
Propst Havemann brachte den Antrag auf Errichtung eines zweiten Hilfsfonds in Höhe von 75.000 Euro ein, der das Projekt,  „Care-Pakete - Hilfe für Flüchtlingsfamilien in Irbid“ speisen soll. Irbid ist die drittgrößte Stadt in Jordanien. In der Nähe Irbids, nahe der syrischen Grenze, leben Flüchtlingsfamilien zusammen mit Jordanischen Familien. (Jordanien hat bisher über 1. Mio. Menschen aufgenommen, wovon 80% bei Familien untergebracht sind, nur 20% in Lagern). „Jordanier und Syrer leben teilweise mit 8 Leuten in einem Zimmer oder in der Garage", so der Propst. Die Johanniter helfen im Dorf, um das es geht, in einem speziellen Projekt bisher vor allem Kindern, indem sie ihnen geschützte Räume eingerichtet haben, wo auch psychosoziale Fachkräfte sie begleiten. Es sind rund 300 Kinder, die dort die Verunsicherungen und Traumata durch Flucht und Gewalt verarbeiten können.
Damit nicht nur sie versorgt werden können, sondern auch ihre Familien, will der Kirchenkreis dorthin Care-Pakete schicken lassen durch ein neu aufgelegtes Projekt der Johanniter in Amman.

Jedes Lebensmittelpaket wiegt ca. 50 Kg und reicht für eine sechsköpfige Familie (2 Erwachsene und 4 Kinder)  ca. 4 Wochen. Dabei bestimmt der Jordanische Staat, das 1/3 der Hilfe auch den Jordanischen Familien zugute kommen muss, die oft fast ebenso arm sind, wie die Flüchtlinge.

Das Projekt läuft jetzt gerade an durch eine große Einzelspende von 50.000€. Der Kirchenkreis schließt sich nun an mit den Mitteln des Fonds. Zunächst sollen 50.000 Euro als Soforthilfe gezahlt werden. Der Kirchenkreis will gleichzeitig aber versuchen, die weiteren 25.000 Euro  durch Spenden von Kirchengemeinden, Privatpersonen, Institutionen und Firmen auf mindestens 50.000 Euro aufzustocken. Denn, so Propst Dr. Havemann, „dort zu helfen, sei nicht nur eine Aufgabe unserer Kirche, sondern sie gehe uns alle an.“

Die Spendensammlungs-Kampagne startet mit dem Jahresempfang am 5. Februar in Plön. Es ist ein Sonderkonto eingerichtet. Zahlung und Anweisungen auf dieses Konto sind als „Flüchtlingshilfe bis Ende 2016 steuerlich geltend zu machen ohne Spendenbescheinigung.
Sonderkonto „Spende für die Flüchtlingshilfe“ Evangelische Bank; Empfänger: Kirchenkreis Plön-Segeberg, IBAN: DE 74520604101506444660; BIC: GENODEF1EK1



Die Synode sah auch hier keinen weiteren Diskussionsbedarf und stimmte anschließend einstimmig für dem Antrag zu.

Haushalt
Außerdem beschloss die Synode den Haushalt 2016. Er ist geprägt von der aktuellen Konjunkturlage Deutschlands und der  Bereitschaft vieler Menschen, die Arbeitsbereiche der Kirche durch Beiträge und großzügigen Spenden zu unterstützen. „Wir sind sehr dankbar über die vielen Menschen, die uns das Vertrauen entgegen bringen und mit Ihrem Beitrag unsere Arbeit unterstützen, die wir in unseren Kirchengemeinden, der Diakonie, dem Bildungswerk und der Verwaltung leisten“, meinte Propst Erich Faehling im Pressegespräch.  Gerechnet wird mit einem Kirchensteueraufkommen von 15,2725 Mio. Euro bei einer Gemeindegliederzahl von gut 126.000. Der Gesamthaushalt umfasst in Einnahmen und Ausgaben ein Volumen von 22,446560 Mio. Euro. 2015 war vorsichtiger geplant worden. 2016 aber ist nun wieder optimistischer gefasst.  Der Gemeindeanteil von 7.220.740 €uro ermöglicht den Gemeinden ein ruhige Planung ihrer Arbeit. Der Kirchenkreis erhält demnach 1.447.610 Euro .

Nachwahl in die Landessynode
Als Synodale der Landessynode wurden Pastorin Rebecca Lenz und als Mitarbeiter Kai Galle gewählt.

Auf der langen Agenda des Abends standen weiterhin die Vorbereitung auf die Kirchengemeinderatswahlen am 1. Advent,
die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis und
das Seniorenheim-Projekt Cathrinplatz in Preetz
W.Stahnke