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Der Förderkreis Wandumbi

Der Förderkreis Wandumbi - Kinder helfen Kindern - Das Projekt wird getragen von Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen der Realschule Wahlstedt. Angebunden ist der Förderkreis an die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Wahlstedt.

Der Förderkreis Wandumbi - Kinder helfen Kindern- unterstützt geistig behinderte Kinder der Wandumbi- und der Komothai - Special - School in Kenia, deren Eltern das Schulgeld nicht bezahlen können, durch

  • Sachspenden (Kleidung, Spielzeug, Lehr- und Lernmittel)
  • durch finanzielle Hilfe beim Ausbau der Schul- und Schlafräume
  • durch die Bezahlung des Schulgeldes für zur Zeit 22 Kinder (Patenschaften)
  • durch unseren Gedankenaustausch bei Begegnungsreisen
  • indem sie Sachspenden sammeln und nach Kenia schicken
  • auf Basaren und Flohmärkten
  • indem sie Sommer- oder Sportfeste organisieren
  • Mal- oder Schreibwettbewerbe durchführen
  • Spendenläufe planen und durchführen
  • Begegnungsreisen ermöglichen

 

Kinder helfen Kindern braucht..

  • Immer wieder neue Mitarbeiter und Förderer mit neuen Ideen Paten(-eltern) für ein Kind, das noch auf der Warteliste steht und nicht zur Schule gehen darf
  • Sach- und Geldspenden, damit die Patenkinder auch im nächsten Jahr zur Schule gehen können. Spendenkonto: Kreissparkasse Segeberg, BLZ 230 51 030, Ktnr. 185222659

 

Mehr Infos zum Förderkreis Wandumbi finden Sie hier.

 

 

Inklusion: Was bedeutet das?

von Lore Jungclaus

Inklusion heißt nicht „gleichmachen“!

Ein Mensch mit extremer Höhenangst wird nicht den Beruf des Kranfahrers anstreben, aber als Baggerfahrer kann er sehr gut sein. Ein Mensch mit einer geistigen Behinderung wird nicht in der Buchhaltung arbeiten können, aber in der Poststelle kann er einen verantwortungsvollen Dienst tun.  Es geht bei der Förderung für Menschen mit einer geistigen Behinderung darum, die individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen und zu erweitern, nicht im Gleichschritt, sondern in individuellem Tempo und auf individuellen Wegen. Chancen von Kindern und jungen Erwachsenen erweitern sich durch Bildung, ob mit oder ohne Behinderung!

Die Geschichte von Lucie (Name geändert) aus Komothai ist ein Beispiel für eine gelungene, individuelle Förderung.

Lucie lebt mit ihren Eltern und drei älteren Brüdern in einer kleinen Wellblechhütte in der Nähe von Komothai. Ihr Vater ernährt die Familie mit kleinen Gelegenheits-jobs, bis er anfängt zu trinken und schließlich seine Familie verlässt. Die Mutter muss nun die Familie irgendwie durchbringen, zum Glück leben sie auf einer kleinen Shamba, auf der sie Gemüse anpflanzen  und ein paar Tiere halten können.

Lucies Mutter ist sehr besorgt um ihre Tochter,  Lucie hat eine geistige Behinderung. Lucies Mutter sucht die Komothai Special School auf, um ihre Tochter dort anzumelden, weil sie davon überzeugt ist, dass ihre Tochter lernen kann und lernen will.

Lucie ist bereits 10 Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine Schule besucht. Sie lernt das Lesen, das Schreiben und die Grundrechenarten. Mit 18 Jahren wechselt Lucie von der Schule in den Workshop und findet hier ihre wahre Passion,  Hair–Dressing. Die Ausbilder von Lucie bestätigen ihr gute Kenntnisse in ihrem Handwerk, genügend Selbstvertrauen und Disziplin, um als Frisörin  in Kenia Geld verdienen zu können. Die Rollen haben sich nun grundlegend verändert, aus dem bedürftigen, benachteiligten Kind ist eine junge Frau geworden, die nun maßgeblich zum Lebensunterhalt der Familie beitragen wird.

Solche und ähnliche Geschichten gibt es viele aus Wandumbi und Komothai zu berichten. Nicht alle Lebensläufe verlaufen so gradlinig, aber für alle bietet die Möglichkeit auf Bildung neue Perspektiven, ganz individuell.                   

Inklusion sollte bedeuten: „ Nicht allen das Gleiche, sondern jedem das Seine!“