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20.10.2015

Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche und Kirchengemeinden

Text/Foto:Morgenthum

Zu Beginn des Monats September nahm Astrid Schukat ihre Arbeit als erste Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Plön-Segeberg auf.

Plön/Segeberg Zuletzt war die gebürtige Hamburgerin sechs Jahre lang als Abschiebebeobachterin am Flughafen Fuhlsbüttel im Einsatz. Schukat bezeugte, ob alles mit rechten Dingen zuging. Sie unterstützte diejenigen Menschen, die ohne gültigen „Aufenthaltstitel“ auf dem Luftwege abgeschoben wurden und spendete ihnen Trost.
„Mit Astrid Schukat haben wir eine kompetente Ansprechpartnerin“, sagt Propst Erich Faehling und weiter: „Kirche hat einen Auftrag an Menschen in Not. Ich bin froh, dass der Kirchenkreis  durch die Flüchtlingsbeauftragung die Arbeit der Ehrenamtlichen und Kirchengemeinden unterstützen kann.“

Die 47-jährige befasst sich bereits seit 16 Jahren mit Flüchtlingen. Während eines berufsbegleitenden Studiums zur diplomierten Sozialpädagogin am Rauhen Haus hatte die gelernte Erzieherin regelmäßige Besuche bei Abschiebehäftlingen in Glasmoor nördlich von Hamburg gemacht. Schukat durfte nur beobachten, eingreifen durfte sie genauso wenig wie später als Abschiebebeobachterin der Diakonie auf dem Fuhlsbüttler Flughafen. Aber sie konnte und wollte sich immer an die Seite von Betroffenen und Beteiligten stellen, mit ihnen reden, ihnen zuhören.

Die Stelle der Flüchtlingsbeauftragten im Kirchenkreis für die kommenden fünf Jahre besetzen zu dürfen, empfindet Schukat  wie „Ostern und Weihnachten an einem Tag“. „Ich liebe happy ends", sagt Schukat augenzwinkernd. „Dazu gehört eben auch darum mitstreiten zu können, dass Menschen in Not bleiben können.“

Zu ihren künftigen Aufgaben gehört es, Ehrenamtliche zu unterstützen und zu vernetzen, Flüchtlinge an Beratungsstellen zu vermitteln, Kirchenasyle zu begleiten sowie den Kirchengemeinden bei der Integration und Aufnahme von Flüchtlingen zu helfen. Die Stelle der Flüchtlingsbeauftragten ist der Kirchenkreisleitung zugeordnet.

Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet. Die Berufung konnte aufgrund der Förderung durch die Nordkirche erfolgen. Landesbischof Gerhard Ulrich hatte auf der Tagung der Landessynode Ende Februar bekanntgegeben, dass jeder der 13 Kirchenkreise der Nordkirche einen Personalkostenzuschuss für eine/n hauptamtliche/n Flüchtlingsbeauftragte/n in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr für fünf Jahre in Anspruch nehmen kann.