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21.10.2016

Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche und Kirchengemeinden

Text/Foto:Morgenthum

September 2015 nahm Astrid Schukat ihre Arbeit als erste Flüchtlingsbeauftragte im Kirchenkreis Plön-Segeberg auf.

Astrid Schukat,gebürtige Hamburgerin,war zuletzt sechs Jahre lang als Abschiebebeobachterin am Flughafen Fuhlsbüttel im Einsatz.


„Mit Astrid Schukat haben wir eine kompetente Ansprechpartnerin“, sagte Propst Erich Faehling zum Amtsantritt von Schukat - und weiter: „Kirche hat einen Auftrag an Menschen in Not. Ich bin froh, dass der Kirchenkreis durch die Flüchtlingsbeauftragung die Arbeit der Ehrenamtlichen und Kirchengemeinden unterstützen kann.“

Schukat beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Flüchtlinge: Während eines berufsbegleitenden Studiums zur diplomierten Sozialpädagogin am Rauhen Haus hatte die gelernte Erzieherin regelmäßige Besuche bei Abschiebehäftlingen in Glasmoor nördlich von Hamburg gemacht. Schukat durfte nur beobachten, eingreifen durfte sie genauso wenig wie später als Abschiebebeobachterin der Diakonie auf dem Fuhlsbüttler Flughafen. Aber sie konnte und wollte sich immer an die Seite von Betroffenen und Beteiligten stellen, mit ihnen reden, ihnen zuhören.

Die Stelle der Flüchtlingsbeauftragten im Kirchenkreis für die kommenden Jahre besetzen zu dürfen, empfindet Schukat  wie „Ostern und Weihnachten an einem Tag“. „Ich liebe happy ends", gestand Schukat. Dazu gehört für sie auch darum mitstreiten zu können, dass Menschen in Not bleiben können.

Ehrenamtlichen Fortbildung anbieten, Flüchtlinge an Beratungsstellen vermitteln, Kirchenasyle begleiten sowie den Kirchengemeinden bei der Integration und Aufnahme von Flüchtlingen helfen, zeigt einen kleinen Ausschnitt der inhaltlichen Arbeit.
Die Stelle der Flüchtlingsbeauftragten ist der Kirchenkreisleitung zugeordnet.

 

Die Stelle ist zunächst auf fünf Jahre befristet. Die Berufung konnte aufgrund der Förderung durch die Nordkirche erfolgen. Landesbischof Gerhard Ulrich hatte auf der Tagung der Landessynode Ende Februar bekanntgegeben, dass jeder der 13 Kirchenkreise der Nordkirche einen Personalkostenzuschuss für eine/n hauptamtliche/n Flüchtlingsbeauftragte/n in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr für fünf Jahre in Anspruch nehmen kann.