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"Lutherbibeln - Kostbarkeit aus dem Kirchenkreis"

Wanderausstellung zeigt Bibelschätze aus der Region

16.01.17 ǀ Plön 

Im Museum des Kreises Plön ist seit Sonntag die neue Wanderausstellung „Lutherbibeln – Kostbarkeiten aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg“ zu sehen. Sie entstand anlässlich des Reformationsjubiläumsjahres und macht später auch in Bad Oldesloe, Bad Segeberg und Preetz Station.



Nicht nur für die Besitzer sind sie echte Besonderheiten: Die mehr als 50 Bibeln aus fünf Jahrhunderten, die zusammen die neue Ausstellung „Lutherbibeln – Kostbarkeiten aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg“ bilden. Sie stammen fast alle aus dem Kirchenkreis. Privatleute, Museen und Kirchengemeinden hatten die Bücher zur Verfügung gestellt. Ein Vorbereitungsteam mit Vertretern aus dem Kirchenkreis und den vier Heimatmuseen in Plön, Bad Oldesloe, Bad Segeberg und Preetz, in denen die Ausstellung zu sehen sein wird, wählten die Exponate aus. Zusammen erzählen die Bibeln etwas über die Entwicklung des Glaubens; manches Ausstellungsstück verrät aber auch etwas über die Familiengeschichte des Besitzers.

Seit Sonntag können Besucher die Ausstellung in Plön ansehen. Sie wurde im Beisein von Propst Erich Faehling und dem Präsidenten des Kreises Plön, Peter Sönnichsen, eröffnet. Bis in die Nacht vor dem Start hatte das Team des Plöner Museum um Geschäftsführerin Julia Meyer an der Ausstellung gearbeitet. Fast 120 Menschen kamen zum Auftakt. Meyer bedankte sich in ihrer Ansprache für das Vertrauen der Leihgeber. Propst Faehling nannte die gezeigten Bibeln "stumme Zeugen des Lebens". Einige von ihnen sind in Familien weitergereicht worden, haben die Besitzer begleitet. Die Bibel sei eine großartige Einmischerin ins wahre Leben, so Faehling. Kreispräsident Sönnichsen lobt die Ausstellung als "echten Volltreffer".

Zu sehen sind in der Ausstellung - chronologisch geordnet - Familienbibeln verschiedenen Alters, opulent bebilderte Künstlerbibeln von Dalí, Hundertwasser, Gustav Doré und eine an eindrucksvollen Kupferstichen reiche Merian-Bibel aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bei einer Kurfürstenbibel aus dem 17. Jahrhundert, deren Einband aus mit Leder bespannten Holzplatten besteht, lassen sich die Metallspangen nach dem wortwörtlichen "Aufschlagen" des Buches in den Holzkörper des Einbandes zurückschieben. Zu den ältesten Ausstellungsstücken gehören die Lutherschriften aus der Kirchengemeinde Sülfeld - sie stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Anlass für das Projekt ist das Reformationsjubiläum. "Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, in welch vielfältigen Erscheinungsformen Lutherbibeln von den Menschen erworbenund genutzt werden und wurden", sagte Peter Wiegner, der Initiator des Projekts und Präses der Kirchenkreis-Synode, bei der ersten Vorstellung des Vorhabens im vergangenen Oktober.

Das Museum bietet begleitend zu der Ausstellung Führungen für Erwachsene und Workshops für Schulklassen und Kindergruppen an. Wie der Buchdruck zu Luthers Zeiten funktionierte, können die Besucher im März erfahren. Dann gibt es im Museum Druckvorführungen mit einem originalgetreuen Nachbau einer Gutenbergschen Druckerpresse.

Die Ausstellung ist bis zum 20. April 2017 im Museum des Kreises Plön zu sehen (Johannisstraße 1, 24306 Plön). Öffnungszeiten: bis 31.3.2017: Di-So 14-17 Uhr, ab 1.4. Di-So 10-12 & 14-17 Uhr.

 Weitere Ausstellungsorte und Termine

  • 28. April - 30. Juni 2017 im Heimatmuseum in Bad Oldesloe
  • Achtung Terminänderung
    16. Juli - 14. September 2017
    , Bad Segeberg / in der Johanneskapelle der Marienkirche
  • 11. Oktober - 30. Dezember 2017 im Heimatmuseum Preetz

 

Das Programm zum Reformationsjubiläum im Kirchenkreis finden Sie hier.

Daniel Neitzke


Die Ausstellung wird freundlich unterstützt durch die Arbeitsstelle Reformationsjubiläumsjahr 2017 der Nordkirche.

www.reformation-im-norden.de.