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Bibelausstellung in Bad Segeberg

Bibel-Ausstellung in der Johanneskapelle zeigt Kostbarkeiten aus der Region

Kostbarkeiten ab 16. Juli in der Johanneskapelle in Bad Segeberg
17.07.17 ǀ Bad Segeberg 

In der Johanneskapelle wurde am Sonntag, den 16. Juli 2017 die Wanderausstellung „Lutherbibeln – Kostbarkeiten aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg“ mit einem Gottesdienst durch Propst Dr. Daniel Havemann um 10 Uhr und einem anschließenden Rundgang durch die Ausstellung eröffnet.



Sie entstand anlässlich des Reformationsjubiläumsjahres. Zu sehen war sie bereits in Bad Oldesloe und Plön. Die vierte und letzte Station ist Preetz.

Nicht nur für die Besitzer sind sie echte Besonderheiten: Die mehr als 50 Bibeln aus fünf Jahrhunderten, die zusammen die Ausstellung „Lutherbibeln – Kostbarkeiten aus dem Kirchenkreis Plön-Segeberg“ bilden. Sie stammen fast alle aus dem Kirchenkreis.
Privatleute, Museen und Kirchengemeinden hatten die Bücher zur Verfügung gestellt. Ein Vorbereitungsteam mit Vertretern aus dem Kirchenkreis und den vier Museen in Plön, Bad Oldesloe, Bad Segeberg und Preetz, wählten die Exponate aus.
Zusammen erzählen die Bibeln etwas über die Entwicklung des Glaubens; manches Ausstellungsstück verrät aber auch etwas über die Familiengeschichte ihres Besitzers oder ihrer Besitzerin. Konzeptionell erarbeitet und umgesetzt wurde die Ausstellung vom Plöner Kreismuseum um Geschäftsführerin Julia Meyer.

Zu sehen sind in der Ausstellung - chronologisch geordnet - Familienbibeln verschiedenen Alters, opulent bebilderte Künstlerbibeln von Dalí, Hundertwasser, Gustav Doré und eine an eindrucksvollen Kupferstichen reiche Merian-Bibel aus dem frühen 18. Jahrhundert. Bei einer Kurfürstenbibel aus dem 17. Jahrhundert, deren Einband aus mit Leder bespannten Holzplatten besteht, lassen sich die Metallspangen nach dem wortwörtlichen "Aufschlagen" des Buches in den Holzkörper des Einbandes zurück schieben. Zu den ältesten Ausstellungsstücken gehören die Lutherschriften aus der Kirchengemeinde Sülfeld - sie stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Anlass für das Projekt ist das Reformationsjubiläum. "Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, in welch vielfältigen Erscheinungsformen Lutherbibeln von den Menschen erworben und genutzt werden und wurden", sagte Peter Wiegner, der Initiator des Projekts und Präses der Kirchenkreis-Synode, bei der ersten Vorstellung des Vorhabens im vergangenen Oktober.

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: 16. Juli - 14. September 2017
Di, Mi, Do, So immer von 14 - 17 Uhr

Die Ausstellung wird unterstützt durch die Arbeitsstelle Reformationsjubiläumsjahr 2017 der Nordkirche (www.reformation-im-norden.de).


M.Morgenthum