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"Frauen schreiben Reformationsgeschichte"

Alt-Bischöfin Maria Jepsen eröffnete Ausstellung in Preetz

"Eine vergessen Geschichte wird langsam aufgedeckt. Auch wenn viele Biografien und Zeugnisse der Frauen ignoriert und zerstört wurden - wie schon in biblischer und kirchengeschichtlicher Zeit vorher - so lassen sich doch noch Spuren finden..."
21.03.17 ǀ Preetz 

Am 19. März hat Alt-Bischöfin Maria Jepsen die Ausstellung "....von gar nicht abschätzbarer Bedeutung - Frauen schreiben Reformationsgeschichte" eröffnet. Sie ist im Preetzer Heimatmuseum zu sehen mit den Lebensgeschichten von 18 Frauen im norddeutschen Raum, die vom 16. Jahrhundert bis in die heutige Zeit reformatorisch gewirkt haben.



Die Ausstellung wurde multimedial konzipiert. Schautafeln, Hörstationen, Videos und vieles zum Anfassen führen auf einem Pfad durch eine fast vergessene Geschichte: die weibliche Seite der Reformation. Sie führt von Wibe Junge, die 1524 auf Knien um Gnade für einen reformatorischen Prediger bat, bis zu Ada Ehmler, die gegen Ende des 20. Jahrhunderts Menschen mit dem Slogan "Keine Früchte aus Südafrika" bewegte. Die Frau, die im Kirchenkreis Plön-Segeberg besondere Wirkung entfaltet hat, war Anna von Buchwald . Als Preetzer Klosterpriörin setzte sie bereits vor Luthers Thesenanschlag reformatorisches Gedankengut um, indem sie z.B. ihren Mitschwestern mehr Zeit für ihr individuelles Glaubensleben ermöglichte. 

Veranstalterin und Ansprechpartnerin ist Diakonin Julia Patzke ( Referat Frauenarbeit im Bildungswerk), Tel. 04342/717154, Mail frauenarbeit@kirchenkreis-ploen-segeberg.de

Ort & Öffnungszeiten

Heimatmuseum Preetz, Mühlenstr. 14: Di-Sa 15-17 Uhr sowie nach Vereinbarung

Eintritt für die Ausstellung und alle Veranstaltungen im Heimatmuseum: 3 Euro für Erwachsene (Erm. möglich), 4 Euro für Familien, 20 Euro für Gruppen, Kinder frei. Die Ausstellung läuft bis zum 17. April 2017.


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